Das billigste Teil in Ihrem Container, die Holzpalette unter der Ladung, ist einer der häufigsten Gründe, warum eine Sendung gestoppt wird. Rohes Holz trägt Insekten und Pilze, deshalb setzt ISPM 15 eine weltweite Regel: Vollholzverpackungen im internationalen Handel müssen behandelt und gekennzeichnet sein. Einmal beim Lieferanten geregelt, müssen Sie nie wieder daran denken. Ungekennzeichnetes Holz hingegen kann bedeuten, dass die Sendung festgehalten, behandelt, vernichtet oder zurückgeschickt wird. Nexport Logistics prüft vor der Verschiffung des Containers, ob Ihre Holzverpackung konform ist, in der Nexportal-Plattform.
Was ISPM 15 ist
ISPM 15 („Regulation of wood packaging material in international trade“) ist der Internationale Standard für pflanzengesundheitliche Maßnahmen Nr. 15, herausgegeben unter dem IPPC (Internationales Pflanzenschutzübereinkommen). Er ist unter dem IPPC verabschiedet (185 Vertragsparteien); die meisten großen Handelsnationen setzen ihn über ihre nationale Pflanzenschutzorganisation (NPPO) durch. Er existiert, um zu verhindern, dass holzbewohnende Schädlinge in Verpackungen Grenzen überqueren.
Was er abdeckt, und was ausgenommen ist
Abgedeckt (Voll-/Rohholz): Paletten, Kisten, Boxen, Verschläge, Stauholz, Kabeltrommeln, Spulen, Ladebretter. Alles aus Vollholz, das Waren trägt, schützt oder stützt.
Ausgenommen: verarbeitetes Holz wie Sperrholz, OSB, Spanplatte und Furnier, Holz, das vollständig aus solchem Material besteht, sowie dünnes Holz (≤ 6 mm), weil der Herstellungsprozess Schädlinge bereits abtötet.
Die Behandlungen
Für die Konformität muss das Holz entrindet und dann mit einem zugelassenen Verfahren behandelt werden; die beiden wichtigsten:
- HT (Hitzebehandlung): Kerntemperatur von mindestens 56 °C für ≥ 30 Minuten, auch erreichbar durch dielektrische/Mikrowellen-Erwärmung.
- MB (Methylbromid-Begasung): noch im Standard, wird aber aus Umweltgründen schrittweise zurückgefahren; viele Länder (darunter die EU) erlauben den Einsatz nicht mehr.
Das IPPC-Zeichen ist Ihr Nachweis
Konformes Holz trägt das eingestempelte oder eingebrannte IPPC-Zeichen mit vier Bestandteilen:
- dem IPPC-„Ähren“-Logo;
- dem zweistelligen ISO-Ländercode des Behandlungslandes;
- einer eindeutigen Registriernummer des Herstellers, vergeben durch die NPPO;
- dem Behandlungscode: HT, DH (dielektrisch), MB oder SF (Sulfurylfluorid). (Das alte DB-Suffix wurde aus dem Standard gestrichen: Entrindung ist schlicht für alles WPM verpflichtend.)
Das Zeichen muss lesbar, dauerhaft und sichtbar sein, typischerweise auf mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten. Ohne Zeichen gilt das Holz als nicht konform, selbst wenn es tatsächlich behandelt wurde. Das Zeichen ist der Beweis.
Was Nichtkonformität kostet
Kommt Holzverpackung ohne gültiges Zeichen an, hängen die Folgen vom Land ab, reichen aber von verpflichtender Behandlung über Vernichtung bis zur Wiederausfuhr des Holzes (manchmal der gesamten Sendung), stets mit Verzögerung und Kosten zulasten des Ladungsinteressenten. Manche Länder sind deutlich strenger als andere: Brasilien etwa verlangt die ISPM-15-Bestätigung auf jedem Konnossement und reexportiert nicht konformes Holz auf Kosten des Empfängers zum Ursprung.
Wie Nexport Logistics das handhabt
Als Spediteur nach den FENEX-Bedingungen prüfen wir, ob Ihr WPM nach ISPM 15 behandelt und korrekt IPPC-gekennzeichnet ist, ob ein etwaiges Behandlungszertifikat in Ordnung ist und ob für strenge Zielländer die richtigen Erklärungen abgegeben werden. Eine Palette sollte niemals der Grund sein, dass Ihr Container festgehalten wird. Das läuft zusammen mit Ihrem Zoll, Ihren Einfuhrzertifikaten und Dokumenten in Nexportal.
Sie verschiffen auf Holzpaletten oder in Holzkisten? Schreiben Sie an info@nexportlogistics.nl, und wir prüfen die Holzseite, bevor es ablegt.
Offizielle Quelle: IPPC — ISPM 15: Regulation of wood packaging material in international trade (Internationales Pflanzenschutzübereinkommen). Verwandt: Wood Packaging Ispm15 · Import Certificates · Customs