Ein Akkreditiv (englisch letter of credit, L/C, auch Dokumentenakkreditiv, niederländisch accreditief) ist das Zahlungsversprechen einer Bank an den Verkäufer, sobald die vereinbarten Dokumente in ordnungsgemäßer Form vorgelegt werden. Es überbrückt die Vertrauenslücke, wenn sich Käufer und Verkäufer über eine Grenze hinweg nicht kennen: Der Verkäufer verlässt sich nicht darauf, dass der Käufer zahlt, sondern auf eine Bank, und der Käufer zahlt erst, wenn ein Versandnachweis vorliegt. Nexport Logistics hält Ihre Versanddokumente im Nexportal-Portal L/C-konform, damit die Zahlung nicht an einem Papierfehler hängen bleibt.
So funktioniert es (die Kurzfassung)
- Käufer und Verkäufer vereinbaren die Abwicklung per L/C. Der Käufer beauftragt seine Bank (die eröffnende Bank, issuing bank), das Akkreditiv zugunsten des Verkäufers zu eröffnen.
- Das Akkreditiv läuft über die Bank des Verkäufers (die avisierende/benannte Bank), manchmal bestätigt durch eine zweite Bank, die ihre eigene Zahlungsgarantie hinzufügt.
- Der Verkäufer verschifft die Ware und legt die geforderten Dokumente vor: typischerweise das Konnossement (B/L), die Handelsrechnung, die Packliste, das Ursprungszeugnis, die Versicherung und so weiter.
- Stimmen die Dokumente exakt mit dem Akkreditiv überein, zahlt die Bank, unabhängig von jedem Streit über die Ware selbst. Die Bank handelt mit Dokumenten, nicht mit Waren.
Das Konnossement steht im Mittelpunkt
Im L/C-Handel wird das B/L in der Regel "to order" (begebbar) ausgestellt und an die Order der eröffnenden Bank konsigniert, sodass die Bank die Ware kontrolliert, bis der Käufer zahlt. Das Eigentum geht dann durch Indossament des Original-B/L über. Genau deshalb sind die Mechaniken von "to order", Originalsatz und Indossament hier so wichtig; siehe Bill Of Lading.
Warum Ihre Dokumente einwandfrei sein müssen
Akkreditive laufen unter den UCP-600-Regeln der ICC, und Banken wenden strict compliance (strikte Dokumentenstrenge) an. Eine einzige Abweichung (ein falsch geschriebener Name, ein Gewicht, das nicht zur Packliste passt, eine verspätete Vorlage, eine Beschreibung, die vom Akkreditiv abweicht) erlaubt es der Bank, die Zahlung zu verweigern, bis der Mangel behoben oder per Verzicht akzeptiert ist. Zwei wiederkehrende Fallen:
- Vorlagefrist (presentation period): Die Dokumente müssen innerhalb des Zeitfensters des Akkreditivs vorgelegt werden, und vor dessen Verfall. Wird sie versäumt, kann das Akkreditiv verfallen.
- Das Verschiffungsdatum: Das "shipped on board"-Datum des B/L muss auf oder vor dem spätesten Verschiffungsdatum des Akkreditivs liegen. Genau deshalb darf ein B/L niemals rückdatiert werden, um eine Frist zu "schaffen" — das ist Urkundenbetrug, und Banken wie Versicherer prüfen das.
Wie Nexport Logistics es sauber hält
Nexport Logistics ist ein Spediteur nach den FENEX-Bedingungen. Wir erstellen das B/L und den Rest Ihrer Dokumente und gleichen sie vor der Vorlage mit dem Akkreditiv ab: Empfänger/Notify, "to order"-Konstruktion, Beschreibungen, Gewichte, Daten und den Incoterm. Eine Abweichung, die wir vor der Bank entdecken, kostet nichts; eine danach hält Ihre Zahlung auf. Jedes Dokument verfolgen Sie im Nexportal-Portal. Verschiffen Sie unter einem L/C? Schreiben Sie an info@nexportlogistics.nl und senden Sie das Akkreditiv mit, wir lesen es gemeinsam mit Ihnen.
Offizielle Referenz: ICC — International Chamber of Commerce (Herausgeber der UCP 600). Verwandt: Konnossement · Versanddokumente · Incoterms · Seefracht