Lademeter (LDM)

2026-06-10 By Jan van den Herik

Teilladungen im Straßentransport werden nach Lademetern bepreist, nicht allein nach Gewicht oder Kubikmetern. Eine Europalette ist 0,4 LDM, ein Trailer 13,6 LDM, und ob Ihre Paletten stapelbar sind, verändert die Rechnung. Mit einem durchgerechneten Beispiel und dem LCL-Pendant beim Konsolidierer.


Wer eine Teilladung auf einem Lkw bucht (LTL oder Sammelgut), bekommt vom Frachtführer keinen Preis, der allein auf Gewicht oder Volumen beruht. Die Einheit ist der Lademeter (LDM): wie viel Trailerboden Ihre Sendung belegt. Die meisten Überraschungen in Straßenfracht-Offerten gehen auf diese eine Zahl zurück — und auf eine Frage, die Versender gern überspringen: Können Ihre Paletten gestapelt werden?

Was ein Lademeter ist

Ein Lademeter ist 1 Meter Trailerbodenlänge über die volle Breite des Trailers (etwa 2,4 m). Ein Standard-Sattelauflieger von 13,6 m fasst daher 13,6 LDM. Paletten rechnen sich so um:

Grundfläche LDM
Europalette (120 × 80 cm) 0,4 LDM
Block-/Industriepalette (120 × 100 cm) 0,5 LDM

Die Logik: Zwei Europaletten passen nebeneinander über die Trailerbreite, also belegt jede die Hälfte eines 0,8 m langen Bodenstreifens. Einfach genug — bis die Höhe ins Spiel kommt.

Stapelbar, nicht stapelbar, top-loadable

Ein Trailer hat nicht nur Boden, sondern auch Höhe. Ob der Frachtführer diese Höhe nutzen kann, entscheidet, wie viele Lademeter Sie bezahlen. Drei Kategorien:

  • Nicht stapelbar: Nichts darf obendrauf (zerbrechlich, unregelmäßige Oberseite, drückempfindliche Kartons). Die Palette zählt mit ihrem vollen LDM-Wert, denn die Luft darüber ist für den Frachtführer verloren.
  • Stapelbar: Eine weitere Palette darf obendrauf gestellt werden. Sie zählt mit dem halben LDM-Wert: Zwei Paletten teilen sich einen Bodenplatz.
  • Top-loadable (Toploader): der Sonderfall. Sie darf selbst kein Gewicht tragen, darf aber auf einer anderen Palette sitzen. Solange eine stapelbare Palette als Unterlage vorhanden ist, fügt sie 0 LDM hinzu: Sie nutzt Höhe, die der Frachtführer ohnehin hatte.

Geben Sie das bei der Buchung ehrlich an. Eine als „stapelbar" deklarierte Palette, die mit zerdrückten Kartons ankommt, wird zum Schadensfall — und was tatsächlich gestapelt wird, entscheidet der Verlader an der Rampe, nicht das Papier.

Rechenbeispiel: 10 Paletten, drei Sorten

Angenommen, Sie bewegen 10 Europaletten vom Werk zum Hafen: 5 stapelbar, 4 nicht stapelbar und 1 Toploader. Der Frachtführer rechnet pro Kategorie:

  1. Nicht stapelbar, voller Wert: 4 × 0,4 = 1,6 LDM
  2. Stapelbar, halber Wert: 5 × 0,4 ÷ 2 = 1,0 LDM
  3. Toploader: kommt auf eine der stapelbaren Paletten → 0 LDM

Summe: 1,6 + 1,0 + 0 = 2,6 LDM. Darauf wird der Vorlauf zum Hafen offeriert — nicht auf „10 Paletten" und nicht auf 10 × 0,4 = 4,0 LDM. Der Unterschied zwischen 2,6 und 4,0 ist bei jeder Sendung echtes Geld. Deshalb gehört die Stapelbarkeit in die Ratenanfrage, nicht in ein Telefonat hinterher.

Die Gewichtsprüfung: ~1.750 kg pro LDM

Lademeter decken die Bodenfläche ab, aber ein Trailer hat auch eine Nutzlastgrenze. Frachtführer wenden ein Gewicht-zu-LDM-Verhältnis an, üblicherweise rund 1.750 kg pro LDM, und berechnen den höheren Wert: die Lademeter, die Ihre Ladung belegt, oder ihr tatsächliches Gewicht umgerechnet in LDM. 2,6 LDM „kaufen" also rund 4.550 kg. Wiegen die 10 Paletten 6.000 kg, rechnet der Frachtführer neu: 6.000 ÷ 1.750 ≈ 3,4 LDM, und das wird die frachtpflichtige Basis. Schwer und kompakt wird nach Gewicht abgerechnet, leicht und sperrig nach Bodenfläche. Das Verhältnis variiert etwas je Frachtführer und Relation — prüfen Sie also die Zahl in der Offerte.

Das LCL-Pendant: nicht stapelbar im Container

Dieselbe Stapelbarkeitsfrage kehrt auf See zurück. LCL wird W/M bepreist (pro CBM oder pro 1.000 kg, je nachdem, was höher ist), und ein Konsolidierer steht vor demselben Problem wie ein Straßenfrachtführer: Eine nicht stapelbare Palette macht den Raum darüber unbrauchbar. Die übliche Lösung: Eine nicht stapelbare Palette wird in der CBM-Berechnung mit der vollen Containerhöhe (etwa 220 cm) angesetzt, unabhängig davon, wie hoch die Palette tatsächlich ist. Eine 100 cm hohe Palette zählt dann, als wäre sie 220 cm. Manche Konsolidierer berechnen stattdessen eine Pauschale pro nicht stapelbarer Palette, die meist in derselben Größenordnung landet. Einen einheitlichen Branchenstandard gibt es hier nicht, daher die praktische Regel: Fragen Sie den Konsolidierer vorab, wie er nicht stapelbare Ladung bepreist, bevor Sie Offerten vergleichen. Siehe Container Dimensions für die Maße hinter den 220 cm.

Wie Nexport Logistics es offeriert

Nexport Logistics organisiert Straßentransport als Spediteur unter den FENEX-Bedingungen, und die LDM-Rechnung oben ist genau die Art, wie wir die Vorlaufposition in Ihrer Offerte aufbauen — Stapelbarkeit inklusive, Gewichtsprüfung erledigt. Schicken Sie uns Palettenzahl, Grundflächen, Gewichte und was gestapelt werden darf, und die Rate kommt zurück ohne Überraschungen an der Rampe. Fragen zu einer Teilladung oder dazu, wie Ihr Konsolidierer nicht stapelbare Paletten bepreist? Mailen Sie an info@nexportlogistics.nl.

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