Seefracht in die Vereinigten Staaten zu versenden ist nicht eine Meldung, sondern drei — jede mit einem anderen Verantwortlichen, einer anderen Konnossementebene und einer harten Frist, die an die Verladung im ausländischen Hafen gebunden ist, nicht an die Abfahrt. Versäumen Sie eine, ist die Folge nicht erst später ein Bußgeld: Sie können ein "do not load" erhalten, bevor die Box überhaupt ausläuft, plus $5,000 Strafen. Auf Kurs hält Sie ein Spediteur, der alle drei fristgerecht einreicht. Nexport Logistics übernimmt die AMS-, ISF- und FMC-Seite für Sie in der Nexportal-Plattform.
1. AMS: das Vorabmanifest (je Konnossement)
AMS (Automated Manifest System, eingereicht über das ACE Ocean eManifest der CBP) ist die 24-Stunden-Regel: Das Frachtmanifest muss 24 Stunden vor der Verladung des Containers im ausländischen Hafen beim US-Zoll (CBP) eingehen. Der entscheidende Punkt: Es gilt je Konnossement, und die Verantwortung ist aufgeteilt.
- Der Seecarrier reicht das Master-B/L (MBL) über das Vessel-AMS ein.
- Der NVOCC reicht sein eigenes House-B/L (HBL) separat ein, unter seinem eigenen SCAC-Code, elektronisch mit dem Master verknüpft.
Der Carrier kann das House Bill des NVOCC nicht einreichen, und der NVOCC kann sich nicht darauf verlassen, dass der Carrier es tut. Bei einer Sammelsendung gibt es also eine AMS-Meldung für das MBL und eine für jedes HBL. Die CBP gibt Statusmeldungen wie "Bill on File" und "ISF Match" zurück.
2. ISF: Importer Security Filing "10+2" (auf House-B/L-Ebene)
ISF ist die Sicherheitsmeldung: 10 Datenelemente vom Importeur plus 2 vom Carrier, fällig spätestens 24 Stunden, bevor die Fracht an Bord des Schiffes verladen wird.
- Die 10 des Importeurs: Verkäufer, Käufer, Importer-of-Record-Nummer, Consignee-Nummer, Hersteller/Lieferant, Ship-to-Party, Ursprungsland, HTSUS-Nummer, Container-Stuffing-Standort, Konsolidierer.
- Die 2 des Carriers: Schiffsstauplan (vessel stow plan) und Containerstatusmeldungen (container status messages).
ISF wird auf der niedrigsten Konnossementebene im AMS eingereicht, dem House-B/L (HBL) — oder, falls kein House Bill vorliegt, dem Direkt-/einfachen B/L. Die B/L-Nummer ist die Verbindung zwischen ISF und Manifest; deshalb müssen AMS und ISF übereinstimmen.
Strafe: $5,000 in liquidated damages je ISF-Verstoß (verspätet, fehlerhaft oder nicht eingereicht); schwere oder wiederholte Versäumnisse können ein "do not load" am Ursprung auslösen.
3. FMC: die Beförderungslizenz des NVOCC/Spediteurs
Die dritte gilt nicht je Sendung. Hier geht es darum, wer Ihre Fracht überhaupt befördern darf. Die Federal Maritime Commission (FMC) reguliert Seecarrier und NVOCCs in den US-Verkehren. Bevor er Dienstleistungen anbietet, muss ein NVOCC:
- eine FMC-OTI-Lizenz (Ocean Transportation Intermediary) besitzen,
- einen Nachweis der finanziellen Verantwortung hinterlegen (eine FMC-Bürgschaft) und
- einen Tarif veröffentlichen.
Die Raten werden entweder über ein NRA (Negotiated Rate Arrangement, in den Unterlagen des NVOCC geführt) oder ein NSA (NVOCC Service Arrangement) vereinbart. Seit der FMC-Regeländerung von 2018 müssen NSAs nicht mehr bei der FMC eingereicht werden; sie werden mit Unterzeichnung wirksam. (VOCC-Service-Contracts werden weiterhin über SERVCON eingereicht, durch den Carrier.) Der Löwenanteil der Containerfracht bewegt sich unter Service-Contracts oder NSAs. Einen Spediteur zu nutzen, der nicht FMC-konform ist, ist selbst ein Risiko für Ihre Sendung.
Die Fristen auf einen Blick
| Meldung | Wer reicht ein | B/L-Ebene | Frist |
|---|---|---|---|
| AMS | Carrier (MBL) + NVOCC (HBL) | Jedes B/L | 24 Std. vor Verladung |
| ISF 10+2 | Importeur/Agent (10) + Carrier (2) | House-/Direkt-B/L | 24 Std. vor Verladung |
| FMC | NVOCC/Spediteur | entfällt (Lizenz + Vertrag) | Vorhanden vor der Buchung |
Sowohl AMS als auch ISF richten sich nach der Verladung am Ursprung, nicht nach der Abfahrt. In der Praxis sind sie also fällig, bevor das Schiff ausläuft — oft Wochen, bevor es die USA erreicht.
Zwei Regeln, über die man leicht stolpert
Manifest nach der kleinsten äußeren Verpackungseinheit. Die CBP will die Menge auf AMS und ISF als lowest external packaging unit (kleinste äußere Verpackungseinheit) angegeben haben, und Paletten und Container sind ausdrücklich nicht zulässig. 500 Kartons, gestapelt auf 3 Paletten, werden also als 500 Kartons manifestiert, nicht als 3 Paletten und nicht als die einzelnen Dosen darin. Ein Container mit 10 Paletten zu je 200 Kartons sind 200 Kartons. AMS und ISF müssen dieselbe Zahl tragen; eine Abweichung ist einer der häufigsten Gründe, warum ein Container festgehalten wird. Die "lowest external"-Einheit ist die kleinste Einheit, die noch nach außen präsentiert wird: lose Dosen in einem versiegelten Karton sind nicht die Manifest-Einheit, der Karton ist es.
Gewicht: in den USA straßenrechtlich konform bleiben. Ein Container kann schwerer beladen werden, als ein US-Lkw legal befördern darf. Das bundesweite Limit für das zulässige Gesamtgewicht (gross vehicle weight, GVW) auf Interstates liegt bei 80,000 lbs (etwa 36,3 t) für Zugmaschine, Chassis, Container und Ladung zusammen. Das lässt eine praktische Nutzlast von rund 37,500 lbs (~17 t) in einem 20' und 43,500 lbs (~19,7 t) in einem 40', um ohne Schwerlast-Genehmigung legal zu bleiben. Beladen Sie darüber, braucht der Container entweder eine bundesstaatliche Schwerlast-Genehmigung (oft bei rund 90,000 lbs GVW gedeckelt, mit Strecken- und Zeitbeschränkungen) oder er kann überhaupt nicht vom Hafen weggefahren werden. Planen Sie das Bruttogewicht gegen das Straßenlimit, nicht nur gegen das bauliche Maximum des Containers.
Wie Nexport Logistics das abwickelt
Wir reichen das AMS für jedes Konnossement ein (Master und House), übermitteln das ISF 10+2 auf der richtigen B/L-Ebene und fristgerecht und treten als FMC-konforme Partei auf, mit Tarif- und Service-Contract-Seite in Ordnung — damit Ihre US-Sendung wegen einer versäumten Frist kein "do not load" oder eine Strafe kassiert. Alles läuft zusammen mit Ihrem B/L, Zoll und Ihrer Buchung in Nexportal.
Versenden Sie Seefracht in die USA? Schreiben Sie an info@nexportlogistics.nl.
Offizielle Quellen: CBP — Importer Security Filing "10+2" · CBP — ACE import manifest · FMC — how to file service contracts. Verwandt: Customs · Sea Freight · Bill Of Lading